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Zwangsadoption
Kommen wir zum Abschluss noch zu einem unerfreulichen Thema im Themenblock Adoption: zur Zwangsadoption. Bei der Zwangsadoption werden Kinder ihren Eltern ohne deren Einverständnis weggenommen, beispielsweise, weil die Ansichten der Eltern nicht ihm Einklang stehen mit Zielen des Staates. Zwangsadoptionen waren beispielsweise unter der Herrschaft der Nationalsozialisten bekannt und zwar durch den Lebensborn e.V., dessen Ziel es war, Bedingungen für die Entwicklung möglichst vieler arischer Kinder im Sinne der nationalsozialistischen Rassenlehre zu erzeugen. Zur Arbeit des Vereins gehörte deshalb auch die Verschleppung von Kindern aus besetzten Gebieten, die in Deutschland in Heime gebracht und zur Adoption für Familien frei gegeben wurden, die ebenfalls als möglichst „reinrassig“ galten. Hier wurde Adoption zum Instrument einer perversen Ideologie. Aber auch andere Staaten kennen die Zwangsadoption. In den USA und in Australien etwa sollte sie dazu dienen, Ureinwohner aus ihrem gewohnten kulturellen Umfeld herauszureißen und diese Kulturen damit zugunsten der westlichen Kultur zu schwächen. Andere politische Gründe hatte die Zwangsadoption in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Familien, deren Mitglieder versucht hatten, aus dem Land zu flüchten, die Ausreiseanträge gestellt hatten oder aus Sicht der Regierung in Opposition zu den offiziellen Zielen des Landes standen, wurden quasi dadurch bestraft, dass ihnen die Kinder weggenommen wurden. Das diente zugleich auch dazu, die Kinder einem politischen Umfeld zu entziehen, das aus Sicht des Staates schädlich war.












